Willkommen in der Welt, in der Spazierengehen wieder Spaß macht. Ein Hund, der an der Leine zieht, macht aus jedem Spaziergang einen Tauziehwettbewerb, und das muss wirklich nicht sein. Mit einer gut ausgewählten Leine, einem perfekt passenden Geschirr und etwas Geduld geht ihr entspannt gemeinsam durch die Straße. Wir helfen dir gerne dabei - mit Materialien, die schön aussehen, sich angenehm anfühlen und jahrelang halten.
Warum zieht dein Hund an der Leine?
Zuerst einmal: Ziehen ist kein Ungehorsam. Dein Hund ist einfach schneller unterwegs als du und die Welt riecht fantastisch. Sobald dein Hund den Geruch dieses einen Baumes oder dieser einen Rasenfläche wahrnimmt, will er dorthin. Außerdem funktioniert Ziehen, denn oft erreicht er damit genau das, was er möchte. So wird es schnell zur Gewohnheit.
Bei vielen Hunden spielt auch ein Reflex eine Rolle. Sobald sie Druck am Hals spüren, stemmen sie sich instinktiv dagegen. Weil der Hund diesen Gegendruck spürt, zieht er noch stärker. Vor allem junge Hunde und Welpen haben noch nicht gelernt, wie angenehm entspanntes Mitlaufen sein kann, und manche Hunde brauchen einfach mehr Bewegung als eine Runde um den Block.
Ein Hund, der den ganzen Tag allein zu Hause ist, startet mit einem vollen Energietank. Baue also etwas Schnüffelarbeit oder Spiel ein, bevor ihr losgeht. Ein Vierbeiner, der seinen Kopf bereits beschäftigt hat, zieht beim Spaziergang sofort deutlich weniger.
Halsband, Geschirr oder Harness: Was wählst du für einen Hund, der zieht?
Ein Halsband bleibt ein grundlegendes Accessoire. Praktisch für die Namensplakette, schön auf Fotos und perfekt für Hunde, die bereits ordentlich mitlaufen. Wähle unbedingt ein verstellbares Band und überprüfe den Sitz: Zwischen Halsband und Hals deines Hundes sollten gerade zwei Finger Platz haben. Wir arbeiten bewusst mit Halsbändern aus Biothane und Leder, denn diese Materialien fransen nicht aus, bleiben weich und entwickeln eine schöne Patina. Nylon kann da nicht mithalten.
Wenn dein Hund stark zieht, übt ein Halsband zu viel Druck auf seinen Hals aus. Das ist unangenehm und langfristig nicht sinnvoll. Ein Hundegeschirr verteilt diese Kraft auf Brust und Schultern, sodass dein Hund seine optimale Bewegungsfreiheit behält. Bei einem gut passenden Geschirr oder Harness schneidet nichts in die Achseln ein und dein Hund kann frei gehen, schnüffeln und spurten.
Noch ein Wort zu Hilfsmitteln. Von Würgeketten und allem, was mit Rucken und Korrekturen arbeitet, raten wir ab. Solche Korrekturen verursachen Unbehagen und können Stress sogar verstärken. Auch Anti-Zug-Geschirre, bei denen der Hund bei jedem Schritt zur Seite gezogen wird, empfehlen wir lieber nicht. Es gibt freundlichere Methoden, die langfristig viel mehr bewirken. Ein Halti über der Schnauze kann bei großen Hunden vorübergehend helfen, aber nur, wenn sich dein Hund in Ruhe daran gewöhnt hat.
Welche Hundeleine für einen Hund, der zieht?
Die beste Hundeleine gegen Ziehen ist eine, die dir Kontrolle gibt, ohne deinen Hund einzuschränken. Entscheide dich für eine feste Leine von eineinhalb bis zwei Metern Länge, mit einem angenehm in der Hand liegenden Griff und einem robusten Klickverschluss. Befestige die Leine immer an einem Verschluss, von dessen Stabilität du überzeugt bist - besonders bei großen Hunden, die plötzlich beschleunigen können.
Eine Rollleine oder Flexi ist für Hunde, die ziehen, wirklich keine gute Idee. Eine solche Rollleine steht ständig unter leichter Spannung und bringt deinem Hund somit buchstäblich bei, dass er durch Ziehen weiterkommt. Außerdem entstehen unerwartete Rucke, sobald die Leine ihr Ende erreicht. Wähle lieber eine kurze Leine für die Stadt, eine lange Leine für das Feld und eine Joggingleine, wenn du gerne mit freien Händen unterwegs bist.
Das Material macht einen größeren Unterschied, als du denkst. Biothane ist leicht, wasserdicht und mit einem Wisch wieder sauber - ideal für Hunde, die gerne durch Pfützen und Matsch toben. Leder fühlt sich weich an und wird mit den Jahren immer schöner. Unsere Hundeleinen sind genau deshalb in diesen beiden Materialien gefertigt. Wenn du noch weiter vergleichen möchtest, erfährst du hier, welche Leine zu deinem Hund passt.
So bringst du deinem Hund bei, weniger an der Leine zu ziehen
Der Klassiker funktioniert nach wie vor am besten: stehen bleiben und weitergehen. Sobald dein Hund Spannung auf die Leine bringt, bleibst du stehen. Kein Wort, kein Ruck. Warte, bis die Leine locker hängt, gib das Kommando und gehe dann zügig weiter. So lernt dein Hund, dass ihn eine lockere Leine voranbringt und Ziehen ihn dagegen zum Stehen bringt.
Belohne ihn großzügig, wenn dein Hund neben dir läuft, auch wenn es nur drei Schritte sind. Bei Welpen und jungen Hunden geht das oft schnell, bei Hunden mit hartnäckigem Zugverhalten brauchst du mehr Geduld. Sei bei jedem Spaziergang konsequent: Wenn Ziehen an einem Tag funktioniert und am nächsten nicht, macht dein Hund keine Fortschritte.
Baue außerdem Schnüffelpausen ein. Lege für dich fest, wo dein Hund schnüffeln darf und wo ihr weitergeht. So bekommt er seinen Anteil an Freude und du deine Ruhe. Denk daran, dass ein Geschirr oder eine Leine ein Hilfsmittel und keine Lösung ist: Es macht den Spaziergang angenehmer, während ihr das Ziehen gemeinsam abtrainiert.
Jeder Spaziergang wieder mit Freude
Ein schöner Spaziergang beginnt mit Ausrüstung, die passt, bequem sitzt und dir selbst Freude macht. Deshalb testen Bowie, George und Winston, unsere anspruchsvollen Qualitätsprüfer, alles zuerst selbst. Was sie gutheißen, darf in die Kollektion.
Miss deinen Hund also kurz aus, wähle ein Set, das zu seinem Charakter passt, und freue dich auf eure nächste Runde. Stöbere in Ruhe durch unsere Spaziergangskollektion oder komm gerne in unserer Boutique in Antwerpen vorbei - wir helfen dir mit Freude dabei, die richtige Kombination für dein pelziges Familienmitglied zu finden.

